Mex’s Blog


verwalten und führen
30. Dezember 2008, 18:57
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Wer an der Spitze einer Organisation steht, kann zwischen drei Aktivitäten wählen: Nichts-tun, Verwalten und Führen. Da die Nichts-tuer meist schnell wieder entfernt werden, können wir diese getrost Beiseite lassen. Es bleiben die Verwalter und die Führer (oder wer es Englisch mag eben: „Leader“).

Verwalten geben sich mit einer Situation ab, reagieren auf Ereignisse, werden von ihnen getrieben und versuchen die misslichen Lagen so gut wie möglich zu überleben. Die Kosten spielen dabei keine Rolle. Wie es der Name schon sagt, verwalten sie das (von Gott?) Gegebene.

Führer hingegen gehen aktiv auf einen Missstand zu und versuchen diesen mit allen Kräften zu beheben. Sie lernen die Dynamik kennen und setzen den Hebel an der Stelle an, wo sie mit dem geringsten Aufwand den grössten Effekt erreichen. Effizienz wird grossgeschrieben.

Ein gelungenes Beispiel für einen Verwalter gibt aktuell Bundesrätin Widmer-Schlumpf ab. Ihr schwacher „Führungsstil“ zeigt sich besonders gut im Vergleich zu ihrem Vorgänger. Die Presse – getrieben vom Hass auf Christoph Blocher – zeichnet derweil ein übertrieben gutes Bild von ihr. Selbstverständlich trifft sie keine Schuld an der aktuellen Misere im Asylwesen:

In der Schweiz türmen sich die Asylgesuche: Ende November waren über 11 000 Anträge hängig – so viele wie seit 2002 im Nachgang der Kosovo-Krise nicht mehr. […] Tatsächlich flüchten immer mehr Menschen in die Schweiz. Die Zahl der Asylanträge wird im Jahr 2008 über 15 000 betragen – der höchste Stand seit 2002.
Quelle: 20min.ch

Was hat sich denn gegenüber 2007 so dramatisch geändert? Wütet irgendwo plötzlich ein neuer Krieg, der die Menschen in Massen in die Schweiz strömen lässt? Nein – es gibt keinen externen Grund, der einen solchen Anstieg rechtfertigen würde!

Also verwaltet Bundesrätin Widmer-Schlumpf das Problem, lässt Notunterkünfte einrichten, verteilt mehr Geld und hofft damit, das Problem in den Griff zu bekommen. Das erinnert mich irgendwie an die amerikantische Notenbank FED, die auch mit Alkohol (Liquidität) versucht die Party (Boom) am Leben zu halten. Dabei sterben bereits viele an Alkoholvergiftung…

Der Fisch beginnt immer am Kopf zu stinken. Auch hier ist es so. Aber Frau Widmer-Schlumpf ist eben keine Wirtschaftsführerin, sondern eine Verwalterin und Bewahrerin. Das kann so nicht gut gehen…

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free time vs money
24. Dezember 2008, 16:12
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Krieg in 5 Jahren
22. Dezember 2008, 23:08
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Marc Faber, seineszeichens „Dr. Doom“ und allgemein als Crash-Prophet verschrieen, liegt oft gar nicht mal so falsch mit seinen Einschätzungen, auch wenn ihn die notorischen Optimisten gerne belächeln und zur Belustigung des Publikums präsentieren. Im Interview mit CashTalk von diesem Wochenende hat er ein paar Aussagen gemacht, die mich als sicherheitspolitisch interessierten und generell nicht auf das Gute im Menschen vertrauenden Bürger aufhorchen liessen:

„Ich kann mir vorstellen, dass wir während 10 Jahren enttäuschendes Wachstum haben. Ich kann mir auch vorstellen, dass nach 5 Jahren ein Krieg ausbrechen kann. Das wäre eine Massnahe, welche die Wirtschaft wieder beleben würde. Auch der 2. Weltkrieg kam aus der Rezession heraus…“ (ab ca. 7 Minuten)

Natürlich mag diese Aussicht völlig übertrieben sein, doch in Anbetracht der anstehenden Rezession mag dies gar nicht mal so abwägig sein. Wir stellen uns nur mal vor, wenn es einigen Staaten in Europa (etwa Spanien oder UK) nicht mehr so gut gehen sollte, welche Spannungen sich da aufstauen können und wie am Euro durch die nationalen Kräfte gezehrt wird. Das sind sicher keine guten Voraussetzungen.

Die Gutmenschen werden natürlich einwerfen, dass man einiges aus der Geschichte gelernt habe und nur allein deshalb so etwas nicht passieren wird. Doch ich mag partout nicht an solche vagen Aussagen glauben. Ich hoffe, ich liege falsch!

Das ganze Video ist sehr sehenswert. Es zeigt einmal mehr, wie falsch jene liefen, die der freien Marktwirtschaft, dem Liberalismus die Schuld in die Schuhe schieben. Aber so ist es, wenn man sich von einem Gewerkschafter die Welt erklären lässt…

„Entweder wir haben eine Volkswirtschaft, welche auf der Marktwirtschaft beruht und auf dem kapitalistischen System – und das ist natürlich knallhart: Wenn sie nichts taugen, sind sie draussen! Aber wenn sie nichts taugen sollten sie auch keine Stelle haben. Und v.a. nicht eine, die überzahlt ist, wie bei der UBS.

Es gibt ja hochintelligente Leute auf dieser Welt, die den ganzen Tag arbeiten und verdienen einen Bruchteil von einem Idiot, der in einer Schweizer Bank an der Bahnhofstrasse sitzt. Es ist bedauerlich, dass es so viele Leute gibt, die nichts taugen und so viel verdienen und andere (Universitätsprofessoren, Lehrer) die etwas beitragen zur Gesellschaft und so schlecht bezahlt werden.“



Lemminge und unterdrückte Warnungen
22. Dezember 2008, 09:05
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Wieder ein hervorragendes Video:



AAA for USA?
20. Dezember 2008, 13:49
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Spätestens als die völlig haltlosen Höchst-Ratings von Moody’s, Fitch und S&P zu den Subprime-Papieren („AAA“) in sich zusammenfielen wurde klar, dass man sich auf diese Einschätzungen nicht mehr verlassen kann. Ein weiteres Beispiel ist die noch immer aktuelle Einschätzung von den Ratingagenturen zu den USA: „AAA“. Dabei ist die USA bankrott, die Auslandschulden betragen USD 49 Bio. (= 49’000’000’000’000), wobei die Kosten zur Rettung des Finanzsystems (USD 8.5 Bio.) noch nicht einbezogen sind. Das Handelsdefizit wächst und wächst. Es kommt kein Geld in die USA, mit dem man die Schulden zurückbezahlen könnte.

Das heisst: US-Staatsanleihen sind Schrott, Junk, „D“! Und nun sehen Sie sich einmal an, was aktuell gekauft wird? US-Staatsanleihen! This is madness! Der Zinssatz beträgt faktisch 0%, z.T. muss man schon etwas dafür bezahlen, dass man Staatsanleihen kaufen darf!

Kurz und gut: Hier braut sich das nächste Horrorszenario zusammen



…die Grossen lässt man laufen
19. Dezember 2008, 12:09
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Das Schneeball-Prinzip von Bernard Madoff basiert darauf, dass ich mit dem Geld der Investoren der 2. Generation die hohen Zinsen der Investoren der 1. Generation bezahle. Und mit dem Geld der Investoren der 3. Generation zahle ich die Zinsen der Investoren der 2. Generation… usw.  Je mehr dazu kommen, desto grösser wird der Kuchen. Da das Geld jedoch nie angelegt wird, sondern stets für die Abgeltung der Zinsen/Dividenden der früheren Generation verwendet wird. entsteht kein Mehrwert. Es ist reine Umlagerung von Vermögen. Vom Dummen hin zum Gescheiten. Den letzten beissen die Hunde. Sobald jemand Geld zurück fordert, fällt das System zusammen. Denn: Es ist ja kein Geld da, welches man zurückbezahlen könnte. Und neue Investoren finden sich immer weniger.

So viel zum Kleinen. Wo aber arbeitet der Grosse?

Der grosse Fisch ist der amerikanische Staat. Er nimmt Schulden auf, verkonsumiert das Geld, druckt neues Geld, um die Zinsen zu bezahlen. Nimmt neues Geld auf (von China, Golfstaaten) und konsumiert weiter. Die tiefen Zinsen garantieren, dass der Hunger ja nicht abnimmt. Investiert wird nicht. Was, wenn die Geldgeber nicht mehr Geld geben und es dafür zurückfordern? Dann wird Geld gedruckt, es entsteht Inflation. Viel Inflation… Hyperinflation!

Wieso lässt man Bernard Madoff verhaften, wenn man gleichzeitig Ben Bernanke und Hank Paulson sogar noch für ihr Fehlverhalten fürstlich entlöhnt??!? Dabei könnten es doch alle sehen – es wird ja nicht einmal im Verborgenen gehalten!

Wir sollten gar nicht mit dem Finger auf die Amis zeigen. Auch wir in der Schweiz haben unser Schneeballsystem. Es nennt sich AHV. Das System basiert darauf, dass die jungen Arbeiter (Generation) die alten Generationen das Geld zur Verfügung stellt. Das System funktioniert schon lange nicht mehr. Ein Blick in die AHV-Statistik 2008:

Total Einnahmen 2007: CHF 34’801 Mio.
Beiträge (Generation 2) 2007: CHF 25’274 Mio. (72.6%)
Die Ausgaben für Renten betrugen 2007: CHF 33’303 Mio.

Damit fehlen CHF 8’029 Mio. für die ordentliche Deckung! Diese Differenz wird durch Steuern erhoben. (In den USA wäre dies die Notenpresse. Madoff ist in diesem Stadium schon lange bankrott)

Das System AHV funktioniert schon lange nicht mehr – Es muss gestützt werden. Von einer gesunden AHV zu sprechen, ist reine Augenwischerei. Das Risiko, welches wir damit eingehen ist sehr gross (Belastung Steuerzahler, Erhöhung Staatsschulden, längerfristig: Verlust an Kaufkraft durch fallenden CHF). Die steigenden Ausgaben für die Soziale Sicherheit zeigen bereits, wie das System überstrapaziert wird. Das ist eine Blase! Das System AHV ist grundlegen zu verändern, wenn wir nicht auf einen Kollaps hinsteuern wollen. Doch auf der Brücke der Titanic sitzt die SP am Steuer und schreit: „Finger weg von der AHV“ – und fährt geradezu auf den Eisberg zu.

Ja, die Grossen lässt man laufen, oder man wählt sie sogar…



What if?
18. Dezember 2008, 23:29
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Stellen wir uns mal vor, der US-Dollar (USD) bricht an einem Tag massiv (10% und mehr) gegenüber allen anderen Währungen ein (Das WIRD so sein, eher früher als später!). Was wird dann in der Schweiz geschehen? Ein (worst case) Szenario:

  1. Viele Investoren (v.a. Kleinanleger), welche noch Anlagen in USD haben, würden ihren Banken den Auftrag geben, diese Anlagen sofort zu veräussern und die USD in CHF zu wechseln. (Gemäss Schweizer Nationalbank (SNB) waren 2007 rund CHF 1’000 Mia. in USD angelegt. Die wollen früher oder später zurück.) Der Schweizer Franken gilt als sicherer Ort. Es wird also viel Geld in CHF gewechselt werden.
  2. Die Banken benötigen für diesen Austausch Schweizer Franken. Diese Liquidität steht an normalen Tagen bereit. An dem Tag, an dem viele ihre USD los werden wollen, wird dies bei Weitem nicht reichen. Sie müssen sich die Liquidität beschaffen. Entweder sie veräussern liquide Anlagen in CHF (z.B. Schweizer Aktien) oder sie nehmen Geld bei der SNB auf.
  3. Gleichzeitig handeln sich die Banken mit den jetzt erworbenen USD ein enormes Risiko ein. Da der Kurs weiter fällt, schmilzt der Wert dieser Cash-Position in jeder Minute. Als weg damit!
  4. Da es nicht nur Schweizer Banken gibt, werden alle plötzlich sehr viel USD verkaufen wollen. Der Kurs fällt weiter. Der Verlust bei den Banken steigt.
  5. Die Banken stehen auf die Bremse, das Risikomanagement beginnt zu wirken und plötzlich werden Maximallimiten für das Wechsel von USD in CHF festgelegt. Dumm, wer jetzt noch USD hält…
  6. Die Medien bereichten jetzt mit Sondersendungen davon, dass den Banken die Schweizer Franken ausgehen. Nun folgt die Massenpanik der Bevölkerung, welche sich kaum mit diesem Thema beschäftigen. Sie rennen zum Geldautomaten und heben Cash ab. Dumm nur, dass sie damit das Problem noch verschärfen. Denn diese Automaten sind plötzlich leer. Womit soll man jetzt bezahlen?
  7. Man bezahlt jetzt mit der Kredit- oder Debit-Karte, was wahrscheinlich zu einem Zusammenbruch des Systems führen wird (Schon erlebt, erinnern Sie sich an das Chaos?) Mit Cash ist man jetzt gut bedient!
  8. Wie steht es in diesem Szenario um die öffentliche Ruhe? Wird Migros und Coop schliessen müssen, weil die Leute nicht mehr bezahlen können und drohen, die Waren unbezahlt zu entwenden? Wird damit die Versorgungslage der Schweiz massiv Schaden nehmen? Möglich.
  9. Und was ist mit der AHV und den Pensionskassen? Was, wenn die USA auf einemal keine USD mehr entgegen nimmt? Sind diese Vermögen dann verloren bzw. auf einmal wertlos? Möglich…Ausserdem:
  10. Derweil fallen die Aktien in USD. Ausländische Investoren verscherbeln, was noch in den Büchern steht. Gold und Silber werden als alternatives Zahlungsmittel gesucht. Die Auslieferung von Gold- und Silbermünzen nimmt schlagartig zu.
  11. Viele wichtigen Rohstoffe (Oel, Weizen, Baumwolle, Zinn, Zink) werden in USD gehandelt. Ihr Preis wird infolge des fallenden USD in die Höhe katapultiert. Da die Unsicherheit zu gross wird, werden sie plötzlich in einer anderen Währung (EUR? CNY? JPY? CHF?) gehandelt.
  12. Für die Amerikaner werden nun alle bisher importierten Güter (und das sind ja pro Tag immerhin Güter im Wert von über USD 2 Mia.) auf einen Schlag viel teurer (was für uns ein sinkender USD ist für die Amerikaner ein steigender CHF). Es folgt später die Hyperinflation (Wikipedia). Damit wären wir genau dort angelangt, so Simbabwe heute schon ist.
  13. Da die Warenströme, die unterwegs auf den Weltmeeren oder in den Frachtflugzeugen plötzlich kein eindeutiges Preisschild mehr tragen, wird deren Auslieferung verzögert. Es entstehen überall Engpässe in der Versorgung, was zu steigenden Preisen führen wird.
  14. Um ein weiterer Abfluss von USD zu vermeiden, werden die US-Zinsen massiv erhöht. Ob’s hilft? Für Investitionen in den USA ist dies der Todesstoss. Was tun? Tiefe Zinsen, hohe Zinsen?
  15. Politiker jeglicher Couleur werden mit dem Finger auf den Kapitalismus, die Finanzwelt, die Amerikaner und sicher viele andere typische Sündenböcke zeigen. Für den Bürger wird es schwer, hier den Durchblick zu halten. Es übernehmen die niederen Instinkte (Gier, Furcht, Neid…), was zu gefährlichen Entwicklungen führen kann.
  16. Auf der oberen politischen Ebene schmelzen die Sicherungen durch. Der Handel zwischen USA und anderen Staaten wird eingeschränkt oder kann sogar gestoppt werden. Gut, wer dann nicht in den USA sitzt und in die Schweiz muss…
  17. Und dann folgt die Abkoppelung der USA vom Rest der Welt…

Konsequenzen/Handlungsvorschläge:

Schaden abwenden, sich vorsorgen:

  • Anlagen in USD in CHF wechseln.
  • Keine Bank- oder Finanz-Aktien bis nach einer allfälligen Beruhigung!
  • Jederzeit genug flüssige Mittel (Cash) auf sich tragen.
  • Das Geld bei verschiedenen Instituten halten, bereits in Schieflage geratene Grossbanken meiden.
  • Davon ausgehen, dass internationale Waren (z.B. Früchte) teurer werden
  • Unternehmen, die einen grossen Anteil der Produkte in den USD-Markt absetzen (z.B. Roche, Novartis, Swatch) verkaufen/meiden.
  • Grosseinkäufe in USD zurückstellen.

Von der Situation profitieren:

  • USD shorten (wie schon mit Erfolg geschehen).
  • Bank-Aktien shorten.
  • Gold und Silber callen.

Es steht jedem frei, sich vorzubereiten auf diesen Fall… OK, vielleicht etwas übertrieben, aber was verliert man, wenn es besser kommen sollte? Nicht viel. Aber was verliert man, wenn man nicht vorbereitet ist..?

…und das alles nur, weil die USA seit Jahren nur noch konsumiert und auch sonst nur noch fetter wird (wozu bräuchten sie sonst so viele SUV?). Wir sollten uns hüten, in die selbe Richtung zu laufen… aber das gibt wieder einen separaten Eintrag…

Den Film dazu gibt es bei YouTube