Mex’s Blog


Bewahrer des Gestrigen
30. August 2008, 00:18
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Der CEO von SONY, Howard Stringer versucht sich als Bewahrer des Gestrigen:

«Wir beobachten einen grundsätzlichen Wandel. Im Grunde hat der iPod das Album vernichtet. Der iPod hat eine Single-Industrie geschaffen, mit der es Künstlern viel schwerer fällt, einen eigenen Musikkatalog zu erschaffen. Das ist aus zwei Gründen bedauernswert. Zum einen haben wir mit Alben früher einmal viel Geld verdient. Zum anderen repräsentiert das Album die Schaffenskraft eines Musikers, die über einzelne Hits hinausgeht. Deswegen müssen wir neue Wege suchen, um den Musikern diese Möglichkeit zurückzugeben.»

Quelle: 20min.ch

Analysieren wir mal seine Wort Satz für Satz:

  • Ja, es gibt einen Wandel. Korrekte Erkenntnis aus seinem Verlustgeschäft ‚SONY Ericsson‘. Aber die Konsequenzen danach sind schlicht weg nur dumm!
  • Hat der iPod das Album vernichtet? Nein! (Wenn, dann wäre es iTunes…) Die Musiker haben das Album vernichtet! Neben ein paar wenigen wirklich guten Songs findet man oft nur noch „Füllmaterial“ auf den Alben. Und dafür bezahlt man dann auch noch zu viel. iTunes hat dem Kunden die Möglichkeit des Marktes in die Hände gegeben, welche Songs wirklich gewünscht werden und welche eben Schrott sind. Ist doch gut!?
  • Musiker sollen bessere Songs schreiben!
  • „früher einmal viel Geld verdient“ – Aha! Hier kommt das Eingeständnis, dass diese Firmen (und nicht etwa die Künstler, welche vielleicht 10% vom Endpreis erhalten) eine Menge Geld abgezockt haben.
  • Das Album als „Schaffenskraft eine Musikers“? Oder der Marketingabteilung? hmm…?
  • Neue Möglichkeiten geben, dass Musiker noch anderes machen sollen ausser gute Musik? Die sollen zuerst mal wieder gute Musik produzieren!!! Oder wie erklärt es sich Mr. Stringer, dass sich selbst Madonna diesem Trend zu entziehen vermag?
  • Interessant ist ja, dass er zwar zwei Gründe anspricht, aus denen es schade ist, dass nicht mehr so viele Alben verkauft werden, er aber nur den zweiten beheben will. Das Finanzielle ist ihm offenbar wurst… 😉
  • Fazit: Hier spricht einer, der mit dem Rücken zur Wand steht und die Gründe beim dummen Konsumenten glaubt. Dabei hat es gerade SONY total verschlafen, seinen Knüller „Walkman“ ins digitale Zeitalter zu retten. Apple hat den Ball dankend aufgenommen. Nicht der iPod hat das Album vernichtet, sondern die Musikkonzerne haben zu lange diesen Goldenen Esel geritten. Nun ist es tot. Es wäre an der Zeit, davon Abschied zu nehmen! Stichwort: „Dakota-Indianer
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Vorbild Japan
11. Juli 2008, 12:27
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Ob diese Nachricht auch bei den Gebührenjägern der SUISA ankommt?

Japan will keine iPod-Gebühr mehr erheben.
Damit gibt die japanische Regierung den Druck von Elektronikhändlern und -herstellern nach, die sich gegen die 1 bis 3 Prozent hohe Abgabe gewehrt hatten. Die Abgabe sollte Plattenfirmen, Songschreibern und Interpreten zu Gute kommen.

Quelle: maclife.de

Recht so! Die Zeiten haben sich grundlegend geändert und Musiker können heute ihre Songs zu angemessenen Preisen im Internet anbieten. Und da Musik eh auf praktisch allen digitalen Speichern zu finden ist, würden automatisch alle Produkte verteuert. Wieso soll das Speichern von Daten mich zusätzlich was kosten, wenn ich doch schon MWSt, Recycling- und andere versteckte Abgaben auf das Produkt bezahle? Stoppt den nimmersatten Staat!



iPhone 2.0 & Steve Jobs: 2x mager
9. Juni 2008, 23:22
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Da bin ich ja erschrocken, als ich Steve Jobs gesehen habe. Mir scheint da hat er seinen Krebs doch noch nicht ganz ausgestanden. Gesund sieht er mir jedenfalls nicht aus. Ausserdem war das nun schon der zweite Event, an dem er nicht die volle Redezeit für sich beansprucht hat…

Mageres iPhone
Genauso mager kommt mir das „iPhone 3G“ vor. Ausser einem etwas schnelleren Download, einem günstigeren Preis und einer Plastik-Schale bietet das neue Wunderding nicht wirklich viel Neues. Damit scheint es Apple eindeutig auf die breite Masse abgesehen zu haben.

Gleichzeitig werkelt er an Business-Features mit der neuen Software, MS Exchange-Anbindung, Push-E-Mail/Kontakt/Kalender und solchen Dingen.

Doch passen die beiden Dinge zusammen? NEIN!

Geschäftsleute kaufen sich auch ein teureres Spielzeug oder erhalten es von ihrer Firma gratis zum Firmenauto dazu. Retail-Kunden brauchen diese Dinge kaum, wollen lieber Fotos schiessen und Musik hören (das iPhone ist ja noch immer auch ein iPod).

Apple bewegt sich seit längerem in Richtung Aluminium-Verpackung (zuerst bei den MacBookPros, dann den iMacs und zulegt auch beim iPhone 1.0). Die Abkehr davon und die Zuwendung hin zurück zum Plastik unterstützt meine Annahme von der zweigleisigen Strategie.

iPhone in der Schweiz
Wie war das noch gleich? Swisscom und Orange wollen das iPhone in der Schweiz verkaufen. In der offiziellen Medienmitteilung fand sich aber nichts, was auf Orange hindeutete. Ein Versehen? Und was kostet denn das Teil nun offiziell in der Schweiz? Auch dazu gibt es noch keine News…

Fazit
Obschon es mir schon lange unter den Nägeln brennt, ich weiss beim besten Willen nicht, ob ich nun DIESES iPhone 2.0 kaufen will. Es fehlt mir noch immer etwas an Revolution. Wobei: Für 200 Franken (plus 2-Jahres-Abo für monatlich x Franken) ist es eine Überlegung wert.