Mex’s Blog


Peter Brabeck wieder deutlich
4. April 2009, 15:33
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Im Interview mit der Weltwoche (Ausgabe 13.09) braucht Peter Brabeck, VR Präsident von Nestlé einmal mehr deutliche Worte, die man durchaus zitieren darf:

Vor fünfzehn Jahren noch waren mehrheitlich Schweizer Arktionäre der Nestlé. […] Heute sind Schweizer Aktionäre bei Nestlé in der Minderheit. Gleichzeitig verlangen diese Leute Dinge, als wenn sie die Besitzer von Nestlé wären. Jedes Mal, wenn ich die Zeitung lese, habe ich das Gefühl, wir gehörten zu 100 Prozent der Schweiz. Wo ist da die Kohärenz? […] Ich wäre glücklich, wenn wir 76 Prozent Schweizer Aktionäre hätten.

Also, liebe Leser: Kauft Nestlé – nicht nur weil sie aktuell günstig zu haben sind…

Ich bin immer wieder überrascht, wie wenig in der Öffentlichkeit Klarheit über die Ursachen der Wirtschaftskrise besteht. […] Der Grund ist eine politische Entscheidung der Clinton-Regierung und des amerikanischen Kongresses. Im Herbst 1999 hat Clinton den Befehl herausgegeben, dass die Banken jedem Amerikaner Kredit gewähren müssen für ein eigenes Haus, auch wenn die wirtschaftliche Grundlage fehlt. […] Wenn er [Obama] Milliarden zur Verfügung stellt, damit jeder Amerikaner sein Haus behalten kann, egal, ob er Geld hat oder nicht, ist das die Wiederholung von 1999.

Wunderbar!!

Wenn […] die Obama-Regierung Milliarden zur Unterstützung der Wirtschaft investiert, dann stehen wir am Anfang einer grossen Inflation.

Die grösste Gefahr am Horizont:

Die Lebensmittelkrise, in die wir schlittern, wird mindestens so drastische Auswirkungen haben wie die Finanzkrise. Das ist sozial höchst explosiv. […] Schuld ist die Erhöhung der Lebensmittelpreise. Laut OECD sind die Preiserhöhungen zu über 60 Prozent dem Biotreibstoff zuzuschreiben. […] Allein in den USA werden jährlich 130’000 Tonnen Mais in Biotreibstoffe umgewandelt.

Womit wir mal wieder beim staatlich verursachten Bullshit wären (siehe Immobilienanreiz oben)

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Dritter Weltkrieg am Horizont?
17. Januar 2009, 19:36
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Gerald Celente, ein bekannter und für seine Treffgenauigkeit geschätzter Trendprognostiker sieht schwarz für die Welt. Hier seine neusten, düsteren Prognosen:

Ein Angriff auf den Iran durch die USA oder Israel würde nach Meinung Celentes den Beginn des Dritten Weltkriegs bedeuten.

Wenn die Ölproduzenten, die mit den Palestinensern sympathisieren den Ölexport stoppen, oder wenn sie die Lieferungen in der Angst, das nächste Ziel Israels zu sein unterbrechen, wird das die bereits schlimme weltweite Rezession zu der Größten Depression ausweiten, die wir jemals erlebt haben.“

Bereits im Jahr 1973 hat der Krieg zwischen Arabien und Israel zu einem Ölembargo der OPEC gegenüber all jenen Ländern geführt, die Israel unterstützten.

Ein Resultat einer Eskalation des Kriegs im Nahen Ostens wäre ein sprunghafter Anstieg des Goldpreises, ein Zusammenbruch des US-Dollars und möglicherweise weltweite Unruhen, so Celente weiter.

Ich will nicht nur hoffen, sondern mich vorbereiten…



(Un)Sinn und Umweltpolitik
30. Oktober 2008, 20:10
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Von seinen spitzen Bemerkungen zur aktuellen Wirtschaftslage habe ich schon geschrieben. Jetzt legt Hans-Werner Sinn noch einen drauf – dieses Mal zum „Klimaschutz“ und der Energiepolitik. Nachzulesen gibt es seine – für mich nach wie vor sehr nachvollziehbaren – Überlegungen einerseits auf Spiegel Online und in seinem neuen Buch „Das grüne Paradoxon„.

Ökosteuer und das Energie-Einspeisegesetz zur Subventionierung regenerativer Energien sind in seinen Augen staatliche „Zentralplanung“ und lassen „einen Hauch DDR“ durch Deutschland wehen. Vor allem kosten sie für seinen Geschmack viel zu viel Geld: Die Förderung der Photovoltaik etwa verschlinge 120 Milliarden Euro bis zum Jahre 2015, die Bürger und Industrie über ihre Stromrechnung blechen. Gemessen an den horrenden Kosten würden durch den Einsatz der Solarenergie nur vergleichsweise wenige Tonnen Kohlendioxid eingespart.

Weit weniger koste die Vermeidung von CO2 durch die Atomenergie, sagt Sinn: „Leider hat sich Deutschland mit seinem Ausstiegsgesetz zum Geisterfahrer in der Welt gemacht.“ Als Ersatz für die deutschen Reaktoren müssten weitere 111.000 Windräder zu den 20.000 vorhandenen aufgestellt werden, was für das Land „achtmal so viele Windräder wie Kirchtürme“ bedeuten würde.

Quelle: Spiegel Online

Besonders heftig ist die Reaktion auf solche Äusserungen bekanntlich jeweils bei diesen Personen, die sich in ihrem Glauben angegriffen fühlen. Und so verwundert es nicht, dass Ex SPD-Chef Beck und der Umweltminister Gabriel mit einer Replik nicht weit sind:

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) keilt zurück: „Nachdem Herr Sinn seine marktradikale Ideologie jahrelang als Wissenschaft verkauft hat, versucht er es nun auf einem Gebiet, von dem er ganz offensichtlich noch weniger versteht als von Finanzmärkten.“

Ja, zum Glück gibt es die Politiker, die von allem alles verstehen und immer die richtige Lösung parat haben… Wie hiess es doch mal an der Mainzer Fasenacht? „Nur wer von Nichts eine Ahnung hat, ist für alle politischen Posten gleichsam geeignet!“



Licht aus – im Kopf!
6. Oktober 2008, 22:15
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In der Arena vom 3. Oktober 2008 ging es um die höheren Strompreise. Es war zum verrückt werden!

  • Ausgerechnet jene Parteien, welche der Vorlage zugestimmt haben (FDP, SP und Grüne) melden sich lautstark zu Wort und prangern ihr eigenes Kind an!? hää?
  • Bei jeder Gelegenheit wird von ‚Liberalisierung‘ gesprochen, dabei fallen die markant höheren Preise doch genau bei einem Monopol an (Durchleitung, Netz)! Das ist Etikettenschwindel!
  • Im Grunde genommen geht es darum, dass bei der Zusammenführung der Netze unter das Dach der ‚Swissgrid‘ die Bewertungen der Netze einheitlich (anders ausgedrückt: „harmonisch“, „fair“, „sozial“ – wuuaahhh!!) geschehen muss, was dazu führt, dass einzelne, bereits abgeschriebene Netze wieder einen Wert erhalten und so die Abschreibungen erhöhen. Dass dies aber nichts anderes ist, als die Umsetzung des Gesetzes und der Verordnung welche genau von diesen Politikern abgesegnet wurde, welche es nun anprangern, geht diesen Herren wohl nicht in den Kopf!
  • Ganz toll ist auch, dass der überwiegende Teil der Elektrizitätswerke sich in staatlicher Hand befindet und in deren Verwaltungsräte oft Lokalpolitiker sitzen, welche kaum über das nötige Wissen verfügen, welches die Aufgabe eigentlich erfordert.

*Kopfschüttel!*



Strom und Feuer unter dem Dach
19. September 2008, 08:58
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Aktuell beherrscht in der Schweiz die Diskussion um die steigenden Strompreise (natürlich neben der Finanzkrise) die öffentliche Diskussion. Politiker und Medien werfen den „Strom-Baronen“ vor, sie würden ungerechtfertigt die Preise erhöhen und sich nun auf stur stellen. Bullshit

«Von unserer Seite ist keine Änderung zu erwarten. Wir werden uns weiterhin an die gesetzlichen Rahmenbedingungen halten.» Auch beim Netzanbieter Swissgrid, der die neuen Abgaben eintreiben wird, bewegte sich bis jetzt nichts.

Wie naiv muss man als Politiker sein, wenn man glaubt, die Stromkonzerne würden ihre neue Freiheit und das gesetzliche Korsett nicht ausnützen? Der Fehler liegt – wie so oft – bei den Parlamentariern, welche solche Gesetze beschliessen und sich dananch wundern, wie sich der Bürger oder die Firma darauf einstellt. Sich nun auf die Chefs der Stromkonzerne einzuschiessen ist heuchlerisch und lenkt nur vom wirklichen Grund ab.



10 Jahre vor und zurück
18. September 2008, 11:44
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Sog. „Zukunftsforscher“ haben vor 10 Jahren gründlich über die Zukunft studiert und ihre Visionen in den Safe gesteckt. Nach 10 Jahren hat man die Büchse geöffnet und mit der Realität verglichen. Das Resultat ist nüchtern ausgefallen. Vieles wurde unter- oder überschätzt. Punktlandungen gab es nur bei E-Mails, Flachbildschirmen, der Entschlüsslung der DNA und Digitalkameras (siehe 20min.ch).

Die wichtigste Aussage: „«Die Zukunft hat sich weniger stark verändert als gedacht», erklärt die ISI-Forscherin Kerstin Cuhls in dem Artikel. «Viele Innovationen dauern länger als vor zehn Jahren vermutet.»“

Natürlich werden sofort neue Prognosen für 2018 abgegeben. Diesem munteren Fantasieren will ich mich auch hingeben, allerdings etwas anders. Hier die Liste der über- und unterschätzten Trends für die nächsten 10 Jahre:

Überschätzt werden/wird

  • Reisen ins Weltall im grossen Stil (Besiedelung des Mondes, Mehrtägige Ausflüge mehrerer Personen zur Internationalen Raumstation)
  • Grundlegende Änderungen unserer Transportmittel (fliegende Autos, Elektromobile)
  • Verfügbare günstige Energiereserven (Oel, Gas, Kohle) sowie die Verlässlichkeit und Effizienz alternativer, regenerativer Energiequellen (Sonne, Wind, Biomasse, Erdwärme)
  • Der friedfertige Mensch an sich (Krieg wird wieder zur Option)
  • Die Macht eines Staatesapparates oder der EU („machet den Zun nicht zu wyt!“)
  • Der Einfluss des Menschen auf das Klima
  • Die Solidarität zwischen den Ländern in Krisenzeiten

Unterschätzt werden/wird

  • die politische/militärische Macht aufstrebender Nationen wie China, Indien, Russland, „Arabien“
  • Änderungen aufgrund eines offenen Netzwerks (Web 2.0)
  • die Verlockung politisch linker Ideen aus der Mottenkiste in schwierigen Zeiten
  • die Folgen des staatlichen Schuldenberges
  • die demografischen Veränderungen (mehr Alte, weniger Junge, grössere Durchmischung (?) der Ethnien)
  • die Innovationskraft und die Anpassungsfähigkeit der Menschen

So gut sieht das wirklich nicht aus…



open your eyes
14. August 2008, 21:51
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Auf der Website von Chris Martenson findet man eine Reihe von Videos, die sich mit den grundlegenden Elementen der Wirtschaft auseinandersetzen. Er geht dabei den Fragen nach woher das Geld kommt, wie Inflation und Politik zusammenhängen, wie Schulden entstehen.

Um es klar zu sagen: Seine Präsentationen sind etwas vom Besten, das ich je an Wirtschaftspräsentation gesehen habe. Hier ein paar seiner Überlegungen mit meinen Schlüssen daraus:

Es wird z.B. deutlich, dass die Geldmenge und (damit Inflation) v.a. in Zeiten von Kriegen überdurchschnittlich wächst. Wieso? Diese „Investitionen“ des Staates führen kaum zu Produktivitätssteigerungen, wie etwa Investitionen in Strassen oder Bildung. Sie „verpuffen“ als Bomben und dezimieren die arbeitende Bevölkerung. Der Nutzen aus dem Resultat „Friede“ ist meinst geringer als die gesamtwirtschaftlichen Kosten.

Dennoch kann der Staat nicht nur ausschliesslich in die Produktivität investieren. Er muss – bis zu einem gewissen Mass – auch gesellschaftliche Aufgaben übernehmen, z.B. Sicherheit. Aber eben nur, solange die Kosten den Nutzen gerechtfertigen. Sobald die Kosten höher als der Nutzen zu liegen kommen (z.B. bei einer Profi-Armee) führen die Ausgaben zu erhöhter Verschuldung wie in Zeiten eines Krieges.

Andere Ausgaben, welche nicht unter „Investitionen“ subsummiert werden können, wirken heute wie Ausgaben für „unnütze“ Kriege. Sie sind eine Bedrohung für die Stabilität des Staates und sind daher zu streichen bzw. zu privatisieren. Ansonsten wird der Druck auf die Notenbank immer grösser, dass sie mehr Geld drucken soll (was die Linken logischerweise mit ihren hohen Staatsausgaben ja ständig fordern).

Staaten, welche längere Zeit über ihre Verhältnisse leben, werden eines Tages das fehlende Geld im nahen Ausland „besorgen“. Das Konzept wurde bereits in den 40er-Jahren des 20. Jahrhunderts „erfolgreich“ praktiziert. Andere Möglichkeiten ergeben sich durch Erpressung von Staaten („Steuerstreit“ mit der EU) oder dank reichlich vorhandenen Ressourcen im Boden (Russland, Golfstaaten).

Früher ging die Inflation nach den Kriegsjahren meist auf die vor-kriegerischen Niveaus zurück (eine Rezession von mehreren Jahren dürfte einiges dazu beigetragen haben). Zurück zu führen ist das auch, dass hinter jeder gedruckten Note (welche ja ein Schuldschein der Notenbank ist) auch ein real existierender Wert hinterlegt war. Vergleichbar ist dies mit den Hypotheken, die ebenfalls (zumindest mit einem Teil) mit Eigenkapital hinterlegt werden müssen. Auf ein Haus mit Wert 500’000 erhalte ich durchaus auch einen Kredit in derselben Höhe.

Gehe ich heute zur Notenbank und verlange für den Schuldschein (die Banknote) einen realen Gegenwert, so werde ich Jahr für Jahr weniger Gold (ein kleineres Haus) erhalten. Mein Geld hat sich abgewertet – Inflation

Ist nicht gerade die Abwesenheit der Schweiz vom Krieg sowie die daraus resultierende Preisstabilität ein entscheidender Faktor für unsere Wohlfahrt? Ich meine JA

Daraus ergeben sich folgende Handlungsanweisungen:

  • Der Staat muss primär in die Produktivitätssteigerung investieren, welche von Privaten nicht übernommen werden. Ausgaben in nicht-produktiven Sektoren (Administration, Kultur, Subventionen, etc.) sind zu streichen.
  • Die Preisstabilität muss oberstes Gebot für die Nationalbank bleiben.
  • Der Verkauf von Gold durch die Nationalbank ist zu stoppen.
  • Oberstes Ziel der Politik muss die Unabhängigkeit und Neutralität bleiben, denn nur sie garantiert, dass wir nicht plötzlich in einen Krieg gezogen werden womit wir mit Inflation zu rechnen hätten.
  • Mit einem Krieg ist weiterhin zu rechnen – seien wir vorbereitet.

P.S.
Daraus leitet sich hervorragend für die private Geldanlage ab, dass – besonders für die Amerikaner – Bargeld als Anlageklasse völlig ungeeignet ist, denn der Wert von Geld schwächt sich grundsätzlich ab (Inflation). Aktien, Immobilien und Gold schützen bedeutend besser vor Inflation.