Mex’s Blog


Dritter Weltkrieg am Horizont?
17. Januar 2009, 19:36
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Gerald Celente, ein bekannter und für seine Treffgenauigkeit geschätzter Trendprognostiker sieht schwarz für die Welt. Hier seine neusten, düsteren Prognosen:

Ein Angriff auf den Iran durch die USA oder Israel würde nach Meinung Celentes den Beginn des Dritten Weltkriegs bedeuten.

Wenn die Ölproduzenten, die mit den Palestinensern sympathisieren den Ölexport stoppen, oder wenn sie die Lieferungen in der Angst, das nächste Ziel Israels zu sein unterbrechen, wird das die bereits schlimme weltweite Rezession zu der Größten Depression ausweiten, die wir jemals erlebt haben.“

Bereits im Jahr 1973 hat der Krieg zwischen Arabien und Israel zu einem Ölembargo der OPEC gegenüber all jenen Ländern geführt, die Israel unterstützten.

Ein Resultat einer Eskalation des Kriegs im Nahen Ostens wäre ein sprunghafter Anstieg des Goldpreises, ein Zusammenbruch des US-Dollars und möglicherweise weltweite Unruhen, so Celente weiter.

Ich will nicht nur hoffen, sondern mich vorbereiten…



Next STOP for Oil: USD 110
5. August 2008, 16:13
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Seit Mitte Juli 2008, als Oel fast die Marke von USD 150 erreichte, geht es massiv abwärts mit dem Preis.

Technisch betrachtet gibt es noch viel Platz nach unten – wenn es auch nicht sofort fällt. Dazwischen gibt es sog. Widerstände, etwa bei 110 und 100. Aber lassen wir die technischen Betrachtungen. Wieso kommt das Oel runter?

  • Die „Bären“ an den Märkten bringen das Argument auf den Tisch, dass die nachlassende Nachfrage nach Konsumgüter in den Industriestaaten natürlich auch das Oel beeinflussen würde. Gleichzeitig war das Oel damals verantwortlich, dass eben diese Nachfrage nachliess… Die Abschwächung des Oelpreises sei also alleine auf den Wirtschaftsabschwung zurück zu führen.
  • Andere Beobachter weisen auf die förmliche Explosion des Oelpreises in den vergangenen 1.5 Jahre hin. Im Januar 2007 lag der Oelpreis noch bei USD 55. Die vielen „Spekulationen“ mussten eines Tages aufgelöst werden. Das musste zu einer Korrektur führen. Schliesslich gibt es offenbar genug Oel da draussen. Das Problem liegt eher bei der Verarbeitung (Raffinerien) als bei den Pumpen.

Für mich haben beide Ansätze etwas Wahres dran. Zuerst muss mal die Luft raus. Das wird wohl noch ein paar Wochen so weiter gehen (siehe oben). Irgendwann setzt dann aber die Natur ein – es wird Herbst/Winter und die Tropenstürme im Golf von Mexico wären auch noch da – dann wird sich der Preis wieder etwas erholen. Im Frünling wird es Zeit, seinen Oeltank zu füllen (Oelpreis zwischen 90-100?) bevor die Wirtschaft wieder voll Tritt fasst und den Oelpreis wieder steigen lässt.

Mal sehen, ob mein Szenario aufgeht…



Krieg am Horizont?
6. Juni 2008, 09:39
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Was lese ich da im Editorial des „Anlegermagazins“ Stocks der letzten Woche als Zitat eines Investmentstrategen der Credit Suisse: „Die hohen Rohstoffpreise, vor allem bei Agrargütern, könnten zu Verteilungskämpfen führen. Wir überlegen uns [deshalb], Rüstungsaktien als langfristiges Anlagethema zum empfehlen.“ – Bummm!
Es scheint, meine Annahme, dass ich selbst noch einen grösseren Krieg miterleben werde, haben sich erhöht…

Und was macht die Schweiz? Sie rüstet weiter ab und lässt die Armee ausbluten. Investitionen sind bei den hohen Betriebskosten kaum mehr möglich. Wir haben weder genügend Panzer oder geschützte Transportmittel für alle Truppenkörper (Bataillons, Abteilungen), noch genügend Flugzeuge oder Piloten für eine längerfristige Luftraumüberwachung. Lediglich zwei Brigaden sollen zu ‚vernetzten‘ Brigaden umfunktioniert werden. Man behilft sich mit dem Begriff der seriellen „Ablösungen der Grossen Verbände“ (Brigaden). Das heisst konkret nichts anderes, als dass man bei einer Ablösung eines ‚im-Dienst-stehenden‘ Verbandes gleich auch noch dessen Material übernehmen darf. Ob Fahrzeuge da nicht aufgrund der fehlenden Wartung zum Sicherheitsrisiko werden oder Lücken geschlossen werden können, bleibt offen.

Persönlich werde ich mich wohl wieder vermehrt der besagten Industrie zuwenden und ein paar Fonds genauer unter die Lupe nehmen. Neben Edelmetallen (v.a. Gold) und Rohstoffen (Oel, Wasser, Uran) passen Rüstungsaktien sehr gut in ein Portfolio für Zeiten mit erhöhtem Risiko.



Benzinpreis in Deutschland
29. Mai 2008, 10:22
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Interview mit dem Deutschlandchef des Mineralölkonzerns BP, Uwe Franke:

Auf die Frage, ob Kunden durch Preisabsprachen der Konzerne abkassiert würden, sagte Franke: „Nein. Unser aktueller Preis für Super liegt bei 59 Cent, für Diesel bei 78 Cent.“ Dies sei der drittniedrigste Wert aller 27 EU-Länder, den Rest kassiere der Staat über die Steuer.

Quelle: Spiegel Online


(Bild: Spiegel Online)

Man kann es drehen und wenden wie man will. An den hohen Spritpreisen sind nicht die Oelkonzerne schuld! Der Oelpreis macht sicher einen grossen Teil aus, aber der Staat kassiert munter ab und schiebt die Verantwortung mit grossem Grummeln auf die Wirtschaft. *Kopfschüttel*

Ich bin ja mal gespannt, was das „Bundeskartellamt“ bei seinen Untersuchungen herausfindet. Das scheint ja eine aufwändige Prozedur zu sein…

Bei der Prüfung sollen nun die generellen Marktbedingungen beleuchtet und mögliche Wettbewerbsverzerrungen identifiziert werden. Sollten sich Anhaltspunkte für Verstöße gegen das Wettbewerbsrecht ergeben, werde man handeln, teilte das Kartellamt mit. Schnelle Ergebnisse sind indes nicht zu erwarten: Ein erster Zwischenbericht der Untersuchung soll Ende des Jahres veröffentlicht werden.

Quelle: Spiegel Online



45.2% des Benzinpreis‘ gehören dem Staat
26. Mai 2008, 17:59
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Als Ergänzung zum früheren Blog.

Per 1. Juli erhöht der Bund die Mineralölsteuer auf Benzin um 1,35 Rappen. Dieser Betrag kommt zu den bisherigen 73,12 Rappen pro Liter hinzu, um die Steuerermässigungen auf Flüssig- und Erdgas sowie die Befreiung der ökologisch produzierten Biotreibstoffe von der Steuer zu kompensieren. Die Mineralölsteuer auf Benzin beläuft sich künftig also auf 74,47 Rappen. Ebenfalls pro Liter berechnet wird die Pflichtlagerabgabe (0,33 Rappen) sowie der Klimarappen (1,5).

Unabhängig vom Säulenpreis verdient der Staat somit pro Liter Benzin 76,3 Rappen. Hinzu kommt die Mehrwertsteuer von 7,6 Prozent, die auf den Einstandspreis des Benzins geschlagen wird. Steigt dieser an, so kassiert der Staat entsprechend mehr.

Quelle: NZZ

Wir rechnen:

  • Bei einem Zapfsäulenpreis von 2 Franken ist die MWSt schon drin. Das wären dann 14.1 Rp. Ohne MWSt. kostet der Saft also 1.859 Franken.
  • Davon zockt der Staat zusätzlich 76.3 Rp ab. Es bleiben 1.096 Franken pro Liter.
  • Prozentual gerechnet, ist der Staat für 45.2% des Benzinpreises verantwortlich.

Im letzten Jahr hat der Bund rund 5.1 Mia. Franken über die Mineralölsteuer eingenommen, was einem Anteil von 8.8% aller Einnahmen entspricht (Quelle: EFD pdf). Dividiert durch die Einwohnerzahl der Schweiz von 7’591’400 sind dies 671.80 Franken pro Einwohner, die – unabhängig vom Lohn – als zusätzliche Steuer auf den Rest geschlagen wird. In diesem Jahr dürften es bedeutend mehr sein…

Einnahmen Eidgenossenschaft 2007

Lösungen, wie sie bei Robert Basic eintrafen, sind natürlich nicht praktikabel…

Liebe Politiker, die ihr nun wieder in Bern versammelt seid: Wenn ihr etwas gegen die hohen Oelpreise tun wollt, dann friert doch die Mineraloelsteuern ein (z.B. bei 5 Mia.). Damit entlastet ihr die Haushalte und Unternehmen. Wir alle danken es euch!