Mex’s Blog


Unterschiedliche Gleichheit
24. Mai 2009, 14:07
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Der Kanton Obwalden möchte Stufe 3 in seiner Strategie zur Verbesserung der wirtschaftlichen Lage züden. Nachdem der öffentliche Haushalt in Ordnung gebracht, die Flattax eingeführt (Stufe 1) und das Image aufpoliert wurde (Stufe 2) folgt jetzt die Anpassung der Wohnzonen. Das Gesetz soll so angepasst werden, dass ‚Zonen mit höherer Lebensqualität‘ entstehen können. Da sollen sich besonders zahlungskräftige Personen niederlassen, Steuern zahlen und so den Wohlstand für alle heben.

„Nicht mit uns!“ schreien die Linken, die ihrerseits oft an den besten Lagen an der Zürcher Goldküste leben. Ihr bekanntes Argument: Ungerechtigkeit und Ungleichheit. Was ist davon zu halten? – NICHTS!

Gerechtigkeit und Gleichheit beziehen sich auf die Rechte des Individuums und nicht dessen finanzieller Leistungsfähigkeit. Der Kauf von teuren Parzellen steht allen offen, niemand wird aufgrund seiner Einkommensverhältnisse durch das Gesetzt (!) schlechter behandelt.

Worauf die Linken jedoch zielen sind die Ungleichheiten der finanziellen Leistungsfähigkeit – DEM Indikator für Erfolg in der Marktwirtschaft. Beide Dinge tönen zwar im ersten Augenblick ähnlich, sind jedoch grundverschieden! Dass den Sozialisten, die seit jeher gegen die Marktwirtschaft kämpfen, genau dies ein Dorn im Auge ist, vermag nicht zu überraschen. Lassen wir uns also nicht beirren und unterstützen wir die Obwaldner in ihrer Strategie! Weiter so, OW!

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Werbung für die Schweiz
11. April 2009, 16:13
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Die SPD will offenbar den Spitzensteuersatz für Reiche in Deutschland von 45 auf 47,5 Prozent anheben. Damit wollen die Leute um Bundesfinanzminister Peer Steinbrück 1 Milliarde Euro Mehreinnahmen generieren. Zusätzlich soll die Einkommensgrenze, ab der der Steuersatz greift, drastisch gesenkt werden: für Verheiratete von 500 000 Euro auf 250 000 Euro und für Singles von 250 000 Euro auf 125 000 Euro.

Quelle: 20min.ch

So, jetzt soll doch mal unsere staatliche PR-Abteilung „Präsenz Schweiz“  („Präsenz Schweiz positioniert sich als Kompetenzzentrum für die Wahrnehmung der Schweiz im Ausland.“) eine Kampagne in Deutschland starten, wo all diese abgezockten Besserverdiener zu einer Übersiedlung in die Schweiz ermuntert werden. Huii… das wäre dann Standortwettbewerb, wie wir ihn bisher noch nicht kennen…



Best of Warren Buffett 2009
6. März 2009, 00:02
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Every annual report of Berkshire Hathaway Inc. is special. Not only because it is written straight forward and thus so much different from all the PR-driven reports of other companies but also because it is very easy to read and understand. This might come from the process, how Berkshire Hathaway’s boss and investor legend Warren Buffett writes it: He thinks about writing a letter to a close relative and changes the „dear…“ into „To the Shareholders…“

Here comes my choice of statements I consider best in this year’s annual report:

  • „In God we trust; all others pay cash.“
  • In poker terms, the Treasury and the Fed have gone „all in“.
  • These once-unthinkable dosages [of liquidity] will almost certainly bring on unwelcome aftereffects […] one likly consequence is an onslaught of inflation.
  • In good years and bad, Charlie [Buffett’s investment partner] and I simply focus on four goals: […] dozens of sources of earnings and cash; […]; acquiring and develping new and varied streams of earnings; […]
  • When investing, pessimism is your friend, euphoria the enemy.
  • During 2008 I did some dumb things in investments. I made at least one major mistake of commission and several lesser ones that also hurt. […] I made some errors.
  • We enjoy such price declines if we have funds available to invrease our positions.
  • „Price is what you pay; value what you get.“ Ben Graham
  • Enjoyment and utility shoud be the primary motives for purchase [of home ownership], not profit or refinance possibilities.
  • [On borrowing costs] Today’s extreme conditions may soon end.
  • Local governments are going to face far rougher fiscal problems in the future then they have to date.
  • If merely looking up past financial data would tell you what the future holds, the Forbes 400 [list of the wealthiest people] would consist of librarians. […] Investors sould be skeptical of history-based models.
  • When the financial history of this decade is written, it will surely speak of the Internet bubble of the late 1990s and the housing bubble of the early 2000s. But the U.S. Treasury bond bubble of late 2008 may be regarded as almost equally extraordinary.
  • Beware the investment activity that produces applause; the great moves are usually greeted by yawns.
  • [Although Freddie Mac and Fannie Mae, the two biggest lending companies in the US have been supervised by OFHEO, the federal regulator], whose more then 100 employees had no job except the oversight of these two institutions, [they failed totally]
  • Fannie and Freddie became the most intensely-regulated companies of which I am aware, as measured by manpower assigned to the task [of controlling the two].
  • Improved „transparency“ – a favorite remedy of politicians, commentators and financial regulators for averting future train wreck – won’t cure the problems that derivatives pose.
  • When I read the pages of „disclosure“ in 10-Ks of companies that are entangled with these instruments, all I end up knowing is that I don’t know what is going on in their portfolios (and then I reach for some aspirin).
  • The CEO of any large financial organization must be the Chief Risk Offices as well.
  • If you decide to leave during the day’s [=annual meeting] question periods, please do so while Charlie is talking.


Gedanken von Dr. Hummler
28. Februar 2009, 15:27
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Anlässlich des „Come-Together“ Anlasses der Generalstabsschule („KORPSGEIST“) hat der Generalstabsoberst und Teilhaber der Bank Wegelin, Herr Dr. Konrad Hummler einige überlegenswerte Gedankengänge vorgestellt, die ich selbst noch etwas ausführe:

  • Das nächste grosse Problem wird die Staatsverschuldung sein – weltweit. Die vielen Stimulus-Pakete und die sonst schon desolate Finanzlage der öffentlichen Kassen, die Verpflichtungen gegenüber Rentenbezügern und was da alles noch dazu kommt, wird einige Staaten an den Staatsbankrott führen. Die Angriffe auf das Bankkundengeheimnis sind deshalb auch unter diesen Vorzeichen zu sehen, denn es sind v.a. jene Staaten, die den Druck auf die Schweiz erhöhen, die selbst tief in der finanziellen Kacke stecken. Von Investitionen in Staatsanleihen und Währungen solcher Staaten ist deshalb Abstand zu nehmen.
  • Wenn ein Staat zusammenbricht stellt sich unweigerlich die Frage: Wer steht in der Verantwortung und wer wird von der „Öffentlichkeit“ zu einem Sündenbock gemacht? Dass die Politiker dabei auf sich selbst zeigen, ist unwahrscheinlich, auch wenn sie viel dazu beigetragen haben. Schliesslich sind diese Menschen ja für die Rahmenbedingungen verantwortlich, welchen sich die Unternehmen und Bürger anpassen.
    Vermutlich wird sich die Wut einmal mehr an den üblichen Verdächtigen festmachen: an den Reichen, den Bankern, den Öl- und Strombaronen (früher waren das meist Juden…). Dann ist Sachlichkeit und Verstand gefragt!
  • Dr. Hummler ortet in der Schweiz ein „Führungsproblem“ – es fehlen die guten, krisenerprobten Führungskräfte, die auch nicht von der gefährlichsten Möglichkeit zurückschrecken. Nicht nur der Bundesrat besteht in seinem Kollektiv aus mittelmässigen bis schwachen Persönlichkeiten, auch die Unternehmen werden vielfacht von Schönwetterkapitänen geführt (?).
    Vorbei die Zeiten, als es hiess: „Bankdirektor, Nationalrat und Oberst i Gst / Regimentskommandant“. Vor wenigen Monaten beurteilte man diesen Umstand als wünschenswert, doch heute fehlt genau diese Erfahrung in der obersten Chefetage. In der Generation der 40-60-Jährigen fehlt eine ganze Crew an militärisch erprobten Führungspersönlichkeiten.
  • Nicht nur dass uns diese Führer aktuell fehlen, auch der Nachwuchs ist schwach. Jahr für Jahr fehlen junge Offiziere – und das, trotz massiv verkleinerter Armee. Eine 640’000 Mann Armee könnte man heute nicht mehr führen, die Kader fehlen. Aber was für Personen übernehmen in den nächsten, schwierigen Jahren die Unternehmen? Es sind wiederum meist unerfahrene Manager, die ihre Sporen in guten Zeiten abverdient haben und kaum Krisenerfahrung mitbringen.
  • Das Netzwerk der jungen Führungskräfte ist heute schwach. Vielleicht kennt man sich von Parties, man kennt also die Schokoladeseite. Aber eine gemeinsame Erfahrung während einer herausfordernden Zeit – wie sie das Militär mit seinen unzähligen Übungen bietet – ist nicht vorhanden. Wie sollen diese Leute wissen, auf wen sie sich verlassen können? Wer einen klaren Kopf bewahrt?
  • Die zeitliche Belastung von Manager steigt ständig an. Die Frage ist allerdings, ob diese Belastung eine Ableitung von fehlender Verteilung der Arbeit (Stabsorganisation), fehlender Möglichkeit zur Delegation (Auftragstaktik/Befehlstaktik) oder fehlender Organisation der Person (Zeitplan, Pendenzenliste) ist. Ein deutliches Zeichen, dass mit der Belastung etwas nicht stimmt, zeigen die Löhne, die oft 2-3 Personen ernähren könnten.
  • Qualitäten der militärischen Ausbildung:
    – Erfahrung durch Repetition (Drill) und Improvisation (Anwendungsstufe) bzw. Bildung von Automatismen (Drill) und Kombinatorik (Anwendungsstufe)
    – Abwechslung zwischen Führungserfahrung und Unterstelltenverhältnis
    – Präzision, Treue, Pünktlichkeit, klare Sprache
    – Überwinden von toten Punkten („aber trotzdem..“)
    – Militär kennt weniger das Problem von: „Je besser sie ausgebildet sind, desto schneller sind sie weg.“

Dr. Hummler kommt zu Schluss, dass der Schweiz aktuell nicht nur eine Strategie fehlt, sondern v.a. ein Ziel. Dieses könnte etwa lauten: „Wir werden nicht zum Problem der anderen“.



Mit Dividenden fährt man besser
10. Februar 2009, 21:56
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Hier eine Grafik der Financial Times, welche die Wahrscheinlichkeit darstellt, mit der die alten Höchststände an den beiden Aktienmärkten New York und London wieder erreicht werden.

Dividenden

Lesebeispiel: Die Wahrscheinlichkeit, dass der Dow Jones die alten Höchst (bei 14’000 Punkten) bis 2020 wieder erreicht, beträgt ohne Reinvestition der Dividenden nur gerade 50%. Werden die Dividenden reinvestiert, kann bereits um 2015 mit einer 50% Wahrscheinlichkeit gerechnet werden, dass die 14’000 Punkte erreicht werden.

Ohne die Dividenden zu reinvestieren dauert es – über den Daumen gepeilt – rund doppelt so lange, bis man mit der selben Wahrscheinlichkeit wieder die alten Höchst erreicht!

Konsequenz: Kaufen Sie sich Aktien mit hohen Dividendenrenditen und reinvestieren Sie dieses Kapital!



Sozialistisches Schema
25. Januar 2009, 10:33
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Was ist hier falsch?

  • Steueroasen will man austrocknen, Steuerhöllen sollen bevorzugt werden.
  • Die Erfolgreichen werden stärker besteuert, die Erfolglosen erhalten Geld vom Staat.
  • Wer sein Kind selbst aufzieht, erhält keinen Zuschuss. Wer es in die Krippe gibt, erhält Geld.
  • Überschuldete US-Banken werden gerettet und erhalten Gratis-Geld. Erfolgreiche Unternehmen zahlen mehr Steuern.
  • Steuerflüchtlinge werden angeprangert und vor Gericht gestellt. Wirtschaftsflüchtlingen gibt man freie Kost und Logis.
  • Die Einzahlungen der Gesunden werden auf die (teilweise) Kranken umgelagert.
  • Das Geld der Jungen fliesst an die Alten.
  • usw…

Der Staat mischt überall mit und verteilt das Geld der Tüchtigen unter den Unselbständigen. Das kann so nicht funktionieren. Darwin wird hier ausgeschaltet. Das kann nicht zu einer positiven Entwicklung der Gesellschaft führen. Wir bleiben stehen und bewahren den Schwachen, schwächen den Starken statt den Starken zu beschützen und den Schwachen zu ermuntern.

Wer hier noch von Kapitalismus und Freier Marktwirtschaft spricht, muss blind sein. Das ist purer Sozialismus im Schafspelz!



Gedanken zur Steuerlast in D
27. September 2008, 19:36
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Lesenswerter Beitrag von Robert Basic zur  Steuerlast in D. Da sage ich einmal mehr: Willkommen Deutsche in der Schweiz! Hier geht es euch (noch nicht?) so steuerlich an den Kragen wie im Sozialstaat Deutschland.