Mex’s Blog


Aus den Fugen geraten
3. Mai 2009, 09:44
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Wo bleiben da die Relationen? Heute habe ich auf NZZ Online diesen Artikel gefunden

Die Ausgaben für die staatliche Prämienverbilligung steigen auf vier Milliarden Franken. Fünf Kantone [Uri, Nidwalden, Thurgau, Genf, Jura] subventionieren mehr als die Hälfte aller Haushalte. 2010 gibt der Schweizer Staat für Beiträge an die Krankenkassenprämien erstmals gegen 4 Milliarden Franken aus – gleich viel wie für die Armee.

Korrekt konstatiert die NZZ:

Die Prämienverbilligung entwickelt sich zu einer der teuersten Staatsausgaben überhaupt – und dies, ohne dass die Öffentlichkeit dies realisiert.

Man kann noch so die Meinung vertreten, dass die Prämienverbilligungen für die armen in diesem Land sind, wenn „2007 schweizweit 39 Prozent der Haushalte in den Genuss von Prämienverbilligungen“ kamen, stimmt etwas am System nicht mehr. Offenbar merken das die ersten Politiker:

Wenn immer mehr Bürger das Gesundheitssystem kaum mehr mitfinanzieren, hätten sie auch kein Interesse an Einsparungen, sagt Gutzwiller. «Im Gegenzug zahlt dafür der Mittelstand via Steuern immer mehr.»

Damit wären wir beim Kernproblem des Krankenversicherungsgesetzes, welches Anfang der 90er-Jahr vom Volk leider gutgeheissen wurde (ohne meine Stimme): Der Staat hat das Risiko vom Prämienzahler hin zur Allgemeinheit verschoben. Es fehlt der Anreiz, für seine Gesundheit zu sorgen, wenig Leistungen zu beanspruchen („Komplementärmedizin“!!!) und dafür im Gegensatz tiefere Gebühren zu bezahlen.

Hier sehe ich grosse Parallelen zum US-Hypothekenmarkt: Auch da hat der Staat die grundsätzlichen Spielregeln verändert und damit eine Katastrophe ausgelöst. Ob wir rechtzeitig handeln?

Die einzige Lösung, die das Problem wirklich beseitigt ist die Rückkehr zum alten Modell!

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Politik vs. Darwin
14. Februar 2009, 15:33
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Darwin hielt in seinem Werk „Die Abstammung des Menschen“ fest, dass Variabilität eine „Grundvoraussetzung für die natürliche Zuchtwahl und für die Entwicklung zu neuen Arten“ ist. Durch das Stützen von einzelnen, auf dem Hoheitsgebiet des Staates wichtigen Unternehmen wird diese natürliche Entwicklung verunmöglicht. Eine Stagnation ist die Folge. Darüber hinweg helfen nicht einmal die erhöhten Ausgaben für Bildung und Forschung. Lieber schreibt man Abhandlungen über die Geschichte als sich Neuem und möglicherweise Erfolgreichem zuzuwenden.

Auch Darwin stellte dieses Phänomen bereits fest:

In einem Punkt unterscheiden sich die zivilisierten Völker von allen Tiefen und von den meisten Primitiven: Sie setzen die natürliche Auslese ausser Kraft […]; sie impfen sich gegen Krankheiten und verhindern dadurch, dass die Widerstandsfähigsten sich auf Kosten der Schwächeren durchsetzen.

Wir dürfen uns also nicht wundern, wenn Gesellschaften ein geringes Wirtschaftswachstum haben und die Kosten für Gesundheit und Sozialem weiter steigen. Ach, Sie meinen, wir sind doch zivilisiert und können nicht so herzlos sein? Sie haben vermutlich Recht, aber bitte beschweren Sie sich danach nicht ob der Konsequenzen, die aus Ihrem Handeln entstehen!

Selbst das Militär mit seinem Extremfall „Krieg“ widersetzt sich mit seiner Auswahl der natürlichen Auslese:

So werden z.B. gerade die besten und kräftigsten jungen Männer zum Militär eingezogen, dadurch dem Risiko eines frühen Todes ausgesetzt und im besten Alter am Heiraten gehindert, während die Schwächeren sich fortpflanzen können.

Wie oft hören wir von Politiker, die sich für ein unmissverständliches, striktes und uneingeschränktes marktwirtschaftliches System einsetzen und dies auch gegen den stärksten Gegenwind verteidigen? Mir ist nur ein Politiker bekannt: Ron Paul.

Es wird Zeit – besonders im Darwin-Jahr – dass wir uns wieder an die grundsätzlichen Mechanismen der Natur erinnern!



Aktuelle Fakten zur AHV
1. Februar 2009, 18:51
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Quelle: Finanz und Wirtschaft, 31.01.2009, Seite 25

  • Die mittel- und langfristige Finanzierung der AHV ist nicht gesichert.
  • Die neue Studie („Aktualisierung der Berechnungsgrundlage zur Erstellung von Perspektivrechnungen in der AHV„) unterstreicht den dringenden Handlungsbedarf.
  • Rund 13 Mrd. der ausgewiesenen Aktiven entfallen per Ende 2008 auf die ausgelaufenen Schulden der Invalidenversicherung (IV) beim AHV-Fonds. Der Geldwert dieses Guthabens ist jedoch null.
  • Mit dem mittleren Szenario wird das Umlageergebnis in der geltenden Ordnung schon 2011 negativ.
  • Die jährliche Gesamtrechnung wird ab 2015 defizitär – und bleibt es.
  • Gleichzeitig beginnt der Fonds rasch zu schrumpfen und wird 2025 negativ – die AHV wird zahlungsunfähig.
  • Wenn die Politik nicht rasch ernsthafte – und unvermeindlich schmerzhafte – Schritte zur Sicherung der AHV einleitet, droht in absehbarer Zeit der Kollaps.

Wie sagte doch einst Ruth Dreifuss: „D’AHV isch au in Zuekunft gsicheret…“

Hier haben wir deutlich ein Ponzisystem, welches auch mit viel Gesundreden der Linken nicht zu einer sicheren Vorsorge wird. Es wird Zeit, das gesamte System über den Haufen zu werfen und nachhaltig (!) zu konzipieren.



Sozialistisches Schema
25. Januar 2009, 10:33
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Was ist hier falsch?

  • Steueroasen will man austrocknen, Steuerhöllen sollen bevorzugt werden.
  • Die Erfolgreichen werden stärker besteuert, die Erfolglosen erhalten Geld vom Staat.
  • Wer sein Kind selbst aufzieht, erhält keinen Zuschuss. Wer es in die Krippe gibt, erhält Geld.
  • Überschuldete US-Banken werden gerettet und erhalten Gratis-Geld. Erfolgreiche Unternehmen zahlen mehr Steuern.
  • Steuerflüchtlinge werden angeprangert und vor Gericht gestellt. Wirtschaftsflüchtlingen gibt man freie Kost und Logis.
  • Die Einzahlungen der Gesunden werden auf die (teilweise) Kranken umgelagert.
  • Das Geld der Jungen fliesst an die Alten.
  • usw…

Der Staat mischt überall mit und verteilt das Geld der Tüchtigen unter den Unselbständigen. Das kann so nicht funktionieren. Darwin wird hier ausgeschaltet. Das kann nicht zu einer positiven Entwicklung der Gesellschaft führen. Wir bleiben stehen und bewahren den Schwachen, schwächen den Starken statt den Starken zu beschützen und den Schwachen zu ermuntern.

Wer hier noch von Kapitalismus und Freier Marktwirtschaft spricht, muss blind sein. Das ist purer Sozialismus im Schafspelz!



Kranke Ponzi Kassen
25. Januar 2009, 10:07
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Der Blick schreibt in seiner Online-Ausgabe:

Die Krankenkassen verlieren 2008 und 2009 total 3,2 Milliarden Franken. Schuld hat Pascal Couchepin. Jetzt drohen während Jahren brutale Aufschläge.

Quelle: Blick Online

Für einmal legt das Boulevardblatt den Finger auf eine wichtige und wahre Geschichte. Allein schon das ist eine Erwähnung wert!

Natürlich hat Couchepin das Problem nicht bei der Wurzel gepackt und versuchte mit einer „Pfläschterlipolitik“ die Probleme zu überdecken. Das Problem liegt aber einmal mehr beim System. Und dieses kommt – auch einmal mehr – aus der sozialistischen Mottenkiste: Die Krankenkasse ist wie die AHV ein Umlagesystem. Dafür gibt es auch andere Bezeichnungen: „Ponzi-scheme“, „Schneeballsystem“ oder einfach „Madoff-System“. Immer weniger zahlen unten ein (weil die Prämien zu hoch sind und der Staat – also die reichen Steuerzahler – deren Beiträge übernimmt) und immer mehr Leistungsbezüger („Spitzenmedizin“!) sind davon abhängig. Das geht nicht auf!

Dazu kommt, dass der Staat seine Finger im Spiel hat und ständig die Regeln ändert…

Solche Systeme sind nicht nachhaltig und wir sehen nun vor unseren Augen, wohin das ganze führt: Geradewegs in den Abgrund. Hier öffnen sich gefährliche Finanz-Löcher, gefrässige Gebührenaufschläge und schwindelerregende höhere Steuern.

Nun braucht es Mut, viel Mut und v.a. Durchhaltevermögen. Das Ziel sollte daher sein: Abschaffung des unsäglichen KVG (die gesetzliche Grundlage) und Rückkehr zur 100% privaten Krankenversicherung. Mehr Eigenverantwortung an den Bürger!

Als Zwischenschritt wird man den Leistungskatalog rigoros zusammenstreichen müssen. Ein Ausbau ist nicht mehr möglich!

Es wir der Tag kommen, wo nicht die „Kaputtsparer“ (die Statistik beweist das Gegenteil) angeprangert werden, sondern die „Kaputtausbauer“. Das Schlimme an der Sache ist nur, dass in Krisen selten der freiheitliche Gedanke den Ton angibt (siehe USA).



open your eyes
14. August 2008, 21:51
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Auf der Website von Chris Martenson findet man eine Reihe von Videos, die sich mit den grundlegenden Elementen der Wirtschaft auseinandersetzen. Er geht dabei den Fragen nach woher das Geld kommt, wie Inflation und Politik zusammenhängen, wie Schulden entstehen.

Um es klar zu sagen: Seine Präsentationen sind etwas vom Besten, das ich je an Wirtschaftspräsentation gesehen habe. Hier ein paar seiner Überlegungen mit meinen Schlüssen daraus:

Es wird z.B. deutlich, dass die Geldmenge und (damit Inflation) v.a. in Zeiten von Kriegen überdurchschnittlich wächst. Wieso? Diese „Investitionen“ des Staates führen kaum zu Produktivitätssteigerungen, wie etwa Investitionen in Strassen oder Bildung. Sie „verpuffen“ als Bomben und dezimieren die arbeitende Bevölkerung. Der Nutzen aus dem Resultat „Friede“ ist meinst geringer als die gesamtwirtschaftlichen Kosten.

Dennoch kann der Staat nicht nur ausschliesslich in die Produktivität investieren. Er muss – bis zu einem gewissen Mass – auch gesellschaftliche Aufgaben übernehmen, z.B. Sicherheit. Aber eben nur, solange die Kosten den Nutzen gerechtfertigen. Sobald die Kosten höher als der Nutzen zu liegen kommen (z.B. bei einer Profi-Armee) führen die Ausgaben zu erhöhter Verschuldung wie in Zeiten eines Krieges.

Andere Ausgaben, welche nicht unter „Investitionen“ subsummiert werden können, wirken heute wie Ausgaben für „unnütze“ Kriege. Sie sind eine Bedrohung für die Stabilität des Staates und sind daher zu streichen bzw. zu privatisieren. Ansonsten wird der Druck auf die Notenbank immer grösser, dass sie mehr Geld drucken soll (was die Linken logischerweise mit ihren hohen Staatsausgaben ja ständig fordern).

Staaten, welche längere Zeit über ihre Verhältnisse leben, werden eines Tages das fehlende Geld im nahen Ausland „besorgen“. Das Konzept wurde bereits in den 40er-Jahren des 20. Jahrhunderts „erfolgreich“ praktiziert. Andere Möglichkeiten ergeben sich durch Erpressung von Staaten („Steuerstreit“ mit der EU) oder dank reichlich vorhandenen Ressourcen im Boden (Russland, Golfstaaten).

Früher ging die Inflation nach den Kriegsjahren meist auf die vor-kriegerischen Niveaus zurück (eine Rezession von mehreren Jahren dürfte einiges dazu beigetragen haben). Zurück zu führen ist das auch, dass hinter jeder gedruckten Note (welche ja ein Schuldschein der Notenbank ist) auch ein real existierender Wert hinterlegt war. Vergleichbar ist dies mit den Hypotheken, die ebenfalls (zumindest mit einem Teil) mit Eigenkapital hinterlegt werden müssen. Auf ein Haus mit Wert 500’000 erhalte ich durchaus auch einen Kredit in derselben Höhe.

Gehe ich heute zur Notenbank und verlange für den Schuldschein (die Banknote) einen realen Gegenwert, so werde ich Jahr für Jahr weniger Gold (ein kleineres Haus) erhalten. Mein Geld hat sich abgewertet – Inflation

Ist nicht gerade die Abwesenheit der Schweiz vom Krieg sowie die daraus resultierende Preisstabilität ein entscheidender Faktor für unsere Wohlfahrt? Ich meine JA

Daraus ergeben sich folgende Handlungsanweisungen:

  • Der Staat muss primär in die Produktivitätssteigerung investieren, welche von Privaten nicht übernommen werden. Ausgaben in nicht-produktiven Sektoren (Administration, Kultur, Subventionen, etc.) sind zu streichen.
  • Die Preisstabilität muss oberstes Gebot für die Nationalbank bleiben.
  • Der Verkauf von Gold durch die Nationalbank ist zu stoppen.
  • Oberstes Ziel der Politik muss die Unabhängigkeit und Neutralität bleiben, denn nur sie garantiert, dass wir nicht plötzlich in einen Krieg gezogen werden womit wir mit Inflation zu rechnen hätten.
  • Mit einem Krieg ist weiterhin zu rechnen – seien wir vorbereitet.

P.S.
Daraus leitet sich hervorragend für die private Geldanlage ab, dass – besonders für die Amerikaner – Bargeld als Anlageklasse völlig ungeeignet ist, denn der Wert von Geld schwächt sich grundsätzlich ab (Inflation). Aktien, Immobilien und Gold schützen bedeutend besser vor Inflation.



Uns Schweizern geht es schlecht!
26. Mai 2008, 12:15
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Zu keinem anderen Schluss muss man gelangen, wenn man die letzte (provisorische) Statistik der Gesamtrechnung zur Sozialen Sicherheit der Schweiz 2006 liesst. Hier die Fakten aus dem pdf:

  • 2006 wurden für die „Soziale Sicherheit“ total 138.6 Milliarden Franken (138’600’000’000) ausgegeben (+2.3% ggü Vorjahr). Zum Vergleich: Das Bundesbudget 2007 (Finanzrechnung) beträgt rund 54 Milliarden Franken). Im Vergleich zum BIP sind dies 28.5% (!!!).
  • Der Vergleich: Gesamtausgaben (laufende Preise)
    1970: 11.1 Mia. Franken
    1990: 64.6 Mia. Franken
    2000: 113.7 Mia. Franken
    2004: 132.1 Mia. Franken
    …Die Berechnung der Wachstumsrate von 1970 bis 2006 ergibt ein Zuwachs von jährlich 7.1% (!!!).

Und was meinen unsere Sozial-Experten, die Sozialisten dazu: „Der Staat wird kaputtgespart“ und „uns geht es immer schlechter“. Wahrlich, uns muss es wirklich immer schlechter gehen, wenn der Staat (also wir alle) 2006 jeden Einwohner (inkl. Kinder, Erwerbstätige) im Schnitt mit 18’258 Franken unterstützen musste!

Was läuft hier schief?