Mex’s Blog


Schnecken auf der Autobahn
7. Juni 2009, 10:33
Filed under: Gesellschaft | Schlagwörter: ,

Wann immer ich auf der Autobahn unterwegs bin, gerate ich irgendwo in einen zähflüssigen Abschnitt. Die Geschwindigkeit reduziert sich auf bisweilen unter 100 kmh, die Abstände werden kleiner, das Risiko eines Auffahrunfalles steigt.

Ein Blick weit nach Vorne zeigt mir oft eine leere Autobahn, vielleicht mit ein paar wenigen Autos. Der kleine Stau ist also lokal beschränkt. Allerdings nicht absolut lokal, sondern relativ. Keine Baustelle und kein Pannenfahrzeug zwingen den Strom zu tieferen Geschwindigkeiten.

Der Grund liegt sehr oft bei einem einzigen Automobilisten, der einige Eigenschaften auf sich vereint:

  • Er fährt grundsätzlich links;
  • Er fahrt grundsätzlich nicht schneller als die offiziell erlaubten 120 kmh;
  • Beim Uberholen von Lastwagen schleicht er aus Angst an ihnen vorbei;
  • Nach dem Uberholen wechselt er nicht sofort auf die rechte Fahrspur und die Geschwindigkeit bleibt unterhalb der erlaubten 120kmh;
  • …und dann gäbe es noch ein bis zwei, aber die lasse ich jetzt weg…

Die meiste Zeit fährt man auf unseren Autobahnen flüssig, die Kapazitäten sind noch in Ordnung. Allein die Benutzer sind das Hauptproblem. Welche Massnahmen müsste man ergreifen?

  • Rechtsüberholen zulassen;
  • Mindestgeschwindigkeit auf der Überholspur bzw. Minimale Überholgeschwindigkeit +10 kmh im Verhältnis zu dem zu überholenden Fahrzeug;
  • Pflicht, dass nach den Überholen wieder auf die rechte Spur zu wechseln ist;
  • Neue allgemeine Höchstgeschwindigkeit von 140 kmh (oder 150 kmh) zulassen (siehe Facebook Gruppe);
  • Einschränkungen der reduzierten Maximalgeschwindigkeiten überprüfen (z.B. 100kmh auf der A3 Habsburg-, Bözbergtunnel), Vmax erhöhen.

Ob ich eine Facebook-Gruppe gründen soll?



Also doch: Abzocker Staat!
11. Oktober 2008, 00:00
Filed under: Uncategorized | Schlagwörter: , , ,

Die Technik hält Schritt und der Markt spielt! Radarmeldungen werden nicht nur am Radio veröffentlicht, sondern immer mehr auch per SMS oder dann sogar integriert im Navi. Ist doch eigentlich toll – die Fahrer wissen, wo sie langsamer fahren müssen. Das Ziel (Verkehrsberuhigung) wird erreicht.

Doch halt – für den Staat ist das Ziel ein anderes. Dies wird jetzt deutlich. Es geht ums Abzocken!

Während das Strassenverkehrsgesetz im Rahmen der Warnung vor Radarkontrollen bisher einzig GPS-Navigationsgeräte verbietet, die mit sogenannten «Points of Interest» (POI) ausgerüstet sind, geht das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) schon heute einen Schritt weiter. Radiostationen wird mit dem Erhalt einer neuen Konzession untersagt, Geschwindigkeitskontrollen zu melden. Das Bakom hat dies als Vertragsbedingung in die neuen Konzessionsverträge der Radiosender aufgenommen. Halten sich die Radios nicht daran, können sie gebüsst werden. Im schlimmsten Fall droht sogar der Konzessionsentzug.

Quelle: 20min.ch

Wie bitte? Navis mit POI sind verboten? Was ist denn das für ein Schwachsinn?!?!? Und Radios werden gebüsst, wenn sie vor den „Blizzern“ warnen? Geht es nun um Sicherheit im Strassenverkehr oder um die Erhebung von Steuern?

Ich wage zu behaupten, dass die Beamten einmal mehr die Kreativität der Menschen massiv unterschätzen! Wollen sie Handys mit google maps verbieten? Wollen sie Autos mit integriertem WLAN verbieten, welche untereinander kommunizieren?

Wieso nutzen die Herren nicht das System und geben Falschmeldungen aus? Das würde doch viele Kosten (Kauf, Aufbau, Abbau, Auswertung, Nachfassen etc.) ersparen? In Verboten denken war eben noch nie wirklich kreativ…



Grelle Blitzer
4. Juni 2008, 15:29
Filed under: Uncategorized | Schlagwörter: , , , , ,

Heute im Radio auf DRS 3 gehört: Interview mit einem aus England zugewanderten Mitbürger. Man spricht über die internationale Stadt Zürich und kommt auf die vielen Blitzkästen („Blechpolizisten“) zu sprechen. Die hätten beim Interviewten auch schon zu Post vom Staat geführt, denn sie seien jeweils gut versteckt bzw. kaum sichtbar – ganz anders als in England, wo sie schon von weit her als grelle, gelbe Elemente am Strassenrand erkennbar sind.

Die Reaktion der schweizer Radio-Journalistin: „Aber dann bringen sie ja gar nichts mehr!“

Noch selten habe ich mich so in meiner Meinung unterstützt gefühlt. Es geht offenbar nicht darum, dass die Autolenker langsamer fahren, bzw. sich an die vorgegebenen Limiten halten, sondern viel mehr darum, dass der Staat kräftig abkassieren kann.